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Wahrheit
als Zuflucht Diese Audio-Einführung in die tiefgründige Gedankenwelt des Buddha geht auf
einen Radiovortrag zurück, der im Jahr 1933 vom Ehrwürdigen Nyanatiloka in
Bombay gehalten wurde. Zu einer Zeit, da in Deutschland das junge
Kommunikationsmedium Rundfunk von den Nationalsozialisten zu millionenfachem
Missbrauch der Öffentlichkeit eingesetzt wurde, rief man in Indien, dem
Ursprungsland des Buddhismus, die Zuhörer dazu auf, sich auf die Lehren des
Erwachten einzulassen, wie sie im Sutrasystem des Pali-Kanon überliefert
sind. Unter dem Titel des vor mehr als 70 Jahren ausgestrahlten Textes "Die
Qintessenz des Buddhismus" bekommt auch der Hörer des Jahres 2006 einen
stringenten Einblick in die Theravada-Lehren des Buddha: die
Gesetzmäßigkeit des Leidens innerhalb der Vier Edlen Wahrheiten, den Edlen
Achtfachen Pfad (Sittlichkeit, Geistestraining und Weisheit) zur Befreiung
vom Leiden, Unfehlbarkeit von Karma, Zuflucht zu den Drei Juwelen Buddha,
Dharma, Sangha, Erkennen der Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung sowie
die Mittel den eigenen Geist aus seinen negativen Konzepten zu befreien.
Nyanatiloka zitiert den Buddha mit den Worten "Seid euch selber eine
Zuflucht und sucht nach keiner anderen Zuflucht. Nehmt die Warheit als
Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht". Er mahnt, ohne eigene Erkenntnis
sei geistiger Fortschritt nicht möglich. In diesem Sinne sei Buddhismus eine
Schule für Freidenker, losgelöst von geistigen Dogmen. Universelle
Tugendgesetze gelten für jeden, der auf dem guten Pfad sei, ob Christ,
Hindu, Moslem, Jude oder Anhänger anderer Religionen. Kornelia Paltins liest
den Text sehr sachlich.
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